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Archiv der Kategorie: Zen Sprüche

Lao Tse sprach…

der „alte Weise“ (Lao Tse) sprach:

„Das Dao wirkt in Ewigkeit, durch WuWei – Nichtstun, und doch bleibt nichts ungetan!“

(Auszug des 37. Kapitels des Dao De Jing)

Wu Wei (wörtlich: ohne – Zutun) meint keine Tatenlosigkeit im Sinne vom Faulenzen und RTL 2 schauen … Wu Wei (übrigens Wu Weh gesprochen) ist das absolute Handeln im Sinne eines harmonischen fließen mit den Ereignissen…kurz das gesagte Verdauen … und weiter geht es 😉 … es ist das Handeln wenn Handeln nötig ist und das nicht-Handeln wenn Handeln schadet – Wu Wei halt.

Alle Klarheiten beseitigt? Na dann ist ja gut!

In diesem Sinne – einen absichtslosen Tag noch,

Stephan

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Kamele

Ein Sufi-Meister ritt einmal mit seinem Schüler durch die Wüste.

Bei Einbruch der Dunkelheit stießen sie auf eine Karawanserei und beschlossen, dort zu übernachten. Der Meister trug seinem Schüler auf, sich um die Kamele zu kümmern und ging schlafen.

Am nächsten Morgen waren die Kamele fort. Es stellte sich heraus, dass der Schüler die Kamele nicht angebunden hatte.

Der Meister fragte seinen Schüler: „Warum hast du die Kamele nicht angebunden?“

„Du hast mich doch gelehrt“, antwortete der, „dass ich Vertrauen in Allah haben soll. Ich dachte, dass Allah sich schon um mich und um die Kamele kümmern wird.“

Darauf sagte der Meister: „Allah kümmert sich nur um dich, wenn du dein Kamel anbindest.“

In diesem Sinne… 😉

 

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Die Sterne so klar …

Der Meister geht mit seinem Schüler auf Wanderschaft. Sie schlagen zur Nachtruhe ein Zelt auf und legen sich schlafen.

Mitten in der Nacht weckt der Meister seinen Schüler und fragt ihn ganz ruhig: „Was siehst du?“

Der Schüler, eine Fangfrage vermutend, überlegt kurz und antwortet mit großen Gesten: „Die Sterne so klar … der Himmel so weit … Gott so groß.“

Der Meister schweigt und sagt nach einer kurzen Zeit: „Komisch, ich sehe nur das uns jemand das Zelt gestohlen hat.“
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In diesem Sinne – genießt und bleibt im Augenblick,

Stephan 😉

 

 
 

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Der -fast- Held!

In einem Zen Kloster, vor vielen Jahren, streiteten sich zwei Gruppen von Mönchen um den besitzt einer Katze. Der Abt dieses Klosters kam zu dem Gezanke hinzu und sprach den Richterspruch: „Wer mir einen spontanen Grund nennen kann warum die Katze Ihm gehöhre so soll er sie erhalten oder ich schneide sie in 2 Hälften damit jede Gruppe sie erhält!“ Es folgte ein erschrockendes Schweigen. Kurzer Hand schnitt der Abt die Katze in 2 Hälften und ging.

Später am Abend kam der Vertreter des Abtes in das Kloster. Der Abt erzählte Ihm die Vorgänge des Nachmittages. Der Vertreter schaute den Abt an, setzte sich seine linke Sandale auf den Kopf, drehte sich um und ging.

Der Abt sagte im stillen zu sich: „Du hättest die Katze retten können!“

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… besser kann man die Einzigartigkeit eines Momentes nicht Ausdrücken!

 

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Vergangenheit

Unsere Vergangenheit kennen

Um etwas Neues zu tun, müssen wir natürlich unsere Vergangenheit kennen, und das ist recht so. Aber wir sollten nicht an irgendetwas, das wir getan haben, festhalten: wir sollten nur darüber nachdenken. Und wir sollten auch eine gewisse Vorstellung davon haben, was wir in Zukunft zu tun haben. Doch Zukunft ist Zukunft, und Vergangenheit ist Vergangenheit; jetzt sollten wir an etwas Neuem arbeiten. Das ist unsere Haltung, und so sollten wir in dieser Welt leben.

Shunryu Suzuki

 
 

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Himmel und Hölle

Vor vielen Jahrhunderten lebte in Japan ein großer und kampferprobter Krieger. Er wollte sich weiterentwickeln. So machte er sich auf den Weg, einen für seine Weisheit berühmten Einsiedler aufzusuchen. Nach einer beschwerlichen Wanderung fand er einen kleinen Mönch vor. Der Samurai herrschte ihn in einem befehlsgewohnten Ton an: „Kerl, sage mir, was ist der Unterschied zwischen Himmel und Hölle!“

Der Mönch schaute den starken Samurai voller Hochmut und Verachtung an: „Dir etwas erklären? Solch einem widerlich, stinkenden Tier? Du bist schmutzig. Deine Waffen sind ungepflegt. Du bist eine Schande für alle Krieger. Geh weg. Ich mag dich nicht.“

Der große, starke und befehlsgewohnte Samurai wurde sehr, sehr wütend. Ihm wurde heiß und kalt, er wurde rot im Gesicht, begann zu schwitzen und vor Zorn zu brüllen. Er zog sein Schwert, um den Mönch zu enthaupten.

„Das ist die Hölle“, sagte der Mönch voller Sanftmut.

Überwältigt hielt der Samurai inne. Das Mitgefühl und die Demut des kleinen Mönches berührte das vernarbte Kriegerherz des Samurais. Jener Mensch war bereit sein Leben zu geben, um ihn zu lehren, was die Hölle ist. Entwaffnet senkte er sein Schwert. Er fühlte einen tiefen, inneren Frieden. Sein Herz füllte sich mit Dankbarkeit. Seine Augen begannen warm zu leuchten.

„Und das ist der Himmel“, sagte der Mönch freundlich.

 

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… ich mag gerade sehr diese alten, schönen und tiefsinnigen Geschichten. aber versprochen demnächst kommt auch wieder was „Bildgewaltiges“ ;o).
Gruß und genießt den Moment,

Stephan

 
 

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Ist das so?

Der Zenmeister Hakuin (1685 – 1768) war in seiner Nachbarschaft sehr beliebt. Man lobte ihn wegen seines reinen Lebenswandels. Ein junges und schönes Mädchen wohnte in seiner der Nähe. Ihre Eltern waren Kaufleute. Das Mädchen wurde schwanger. Sie war nicht verheiratet. Sie wollte den Namen des Kindsvaters nicht preisgeben. Die Eltern ließen ihr keine Ruhe, da behauptete sie: „Hakuin ist der Vater meines Kindes.“

Enttäuscht und über alle Maßen wütend gingen die Eltern zu dem Meister. Alles was er zu den Vorwürfen sagte war: „Ist das so?“

Das Kind wurde geboren. Die zornigen Eltern der frischgebackenen Mutter brachten das Neugeborene zu Hakuin. Hakuin hatte inzwischen seinen guten Ruf verloren. Man hielt ihn für eine verkommene Kreatur. Das schien Hakuin jedoch nicht weiter zu beunruhigen. Die Eltern des Mädchens riefen:„Hier, dein Kind!“ „Ist das so?“ war alles, was Hakuin dazu sagte.

Er nahm das Baby auf und sorgte gut für das kleine Kind. Er pflegte und behütete es wie sein eigen Fleisch und Blut.

Ein Jahr verging. Die junge Mutter hielt es nicht mehr aus. Sie beichtete ihren Eltern die Wahrheit. Der Vater ihres Kindes wäre ein armer, junger Fischer und nicht der Zenmeister Hakuin.

Unverzüglich gingen die Eltern der jungen Frau zu Hakuin. Sie baten ihn unter Tränen um Vergebung. Es täte ihnen so unendlich leid. Ob sie das Kind zu sich nach Hause holen könnten? Hakuin war einverstanden. Er übergab ihnen das Kind. Tränenüberströmt dankten sie ihm nochmals und sagten: „Du bist ein so reiner Mensch! Ein wahrer Meister!“

Alles was Hakuin ihnen entgegnete war: „Ist das so?“

 

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